The Ghost of Rudi Hevera(R)

20.05.2026, 21:54
 

Patrick Enengl (Public)

hat am 8. September 23 in Amstetten von Jochen Fallmann übernommen. Er coachte dort in seiner ersten Saison eigentlich drei Teams - den Kader vom Saisonbeginn, den mit einigen Herbst-Verpflichtungen (u. a. Daniel Owusu) und den mit acht Zugängen im Winter.
Resultat: Eine absolute Chaos-Saison mit größtenteils untauglichen Kickern und der letzte Platz. Ein Mangel an Aufsteigern ließ Amstetten in der Liga bleiben.

24/25 dann ein anderes Bild, Amstetten verpflichtete Thomas Gebauer als Sportmanager und der hatte schon mehr Plan. Die Mannschaft von heuer zeichnete sich schon ab, acht standen heuer noch im Kader. Ausgeglichenes Punkteverhältnis, sicherer Mittelfeld-Platz.

Heuer dann lange eine starke Saison, sogar mit Meisterchancen. Erst gegen Ende war die Luft raus, zeitgleich mit der Ankündigung, um keine Lizenz anzusuchen. Das kann aber keinen im Verein überrascht haben.

Enengl fand in seiner zweiten Saison - in der ersten experimentierte er bei Formation und Aufstellung viel - seine Grundformation, ein 3-4-3, was er heuer völlig durchzog. Wie Kleer eigentlich kein Mann der 1000 Systeme, vertraut auf Bewährtes. Auch wie Kleer kaum mit großen Umstellungen von Spiel zu Spiel, hatte natürlich auch nicht viel Alternativen im Kader. Gegen Schluss - auch wie bei der Vienna - auch viele Jugendspieler eingesetzt.

Würde sein Team als sehr kantig und zweikampfstark einschätzen. Man setzt gerne auf zweite Bälle und Standards, die waren immer gefährlich. Unter Peham waren Flanken natürlich ein probates Mittel. Ein gegnerischer Coach bezeichnete das als versuchtes Erzeugen von Chaos...

Hinten drei Kanten, für dier er vier Spieler (Deinhofer, Wimhofer, Pertlwieser und Offenthaler, der früher auch auf der Sechs gespielt hat) zur Verfügung hatte. Deinhofer am ehesten Ersatz, Pertlwieser der einzige Linksfuß. Kantig und kopfballstark, sorgen auch bei offensiven Standards für Gefahr.

Davor zwei Secher/Achter, Eisschiel und Wimmer. Wimmer der etwas offensivere, auch mit gutem Schuss. Beide aber eher zur Absicherung. Die Offensive kam vor allem über rechts durch Köchl, ein echter Wingback. Links sicherte Gragger eher ab.

Vorne wird es interessant - im Zentrum der altbekannte David Peham, der in Amstetten wieder funktionierte. Man könnte jetzt meinen, so ein Sturmtank machte es ihm leicht und Enengl braucht einen Spieler wie ihn. Aber die Saison zuvor spielte dort Weixelbraun, bei Rapid zum LV umgewandelt, eigentlich ein technisch starker Mann, mit Peham überhaupt nicht zu vergleichen.

Über rechts invers Mayer, in der Abwehr und im MF war das weniger gefragt. Links vorne heuer Conateh. In beiden Saisonen echte drei Stürmer, aber mit völlig verschiedenen Charakteristiken. Heuer Mayer (Dribbler), Conateh (Speedster) und Peham.

Austäusche meist positionsgemäß, einzig bei Führungen noch ein zusätzlicher Defensivspieler und die Flügelspieler natürlich mehr nach hinten orientiert.

All diese Namen (bis auf Peham) sagen dem Vienna-Fan natürlich nichts, aber eines ist klar: Eine teuere Prominentenelf hatte er sicher nicht zur Verfügung. Gebauer holte Spieler aus dem Ausland (Conateh, Goalie Estevao), aus den Regionalligen (Wimhofer, Eisschiel, Pertlwieser), lediglich Steiger und Davies (dauerverletzt) aus der Liga. Enengl holte aus diesem Aufgebot sicher das Maximum heraus, hatte auch lange Glück, dass wenig Verletzungen auftraten.

Schwer abzuschätzen, wie er mit einem größeren und teureren Kader umgehen würde, aber das sollte nach den Erfahrungen aus dem letzten Sommer auf der Hohen Warte eh kein Thema sein.

Habe Amstetten nicht ungern zugesehen, da sie doch nach vorne spielen wollten und körperlich dagegenhielten. Enengl selbst kam durchaus sympathisch rüber, keine großen Auf und Abs zwischen Siegen und Niederlagen. Hat sicher gutes Auftreten, aber philosophiert nicht so abgehoben wie andere Jungtrainer.

Kader muss aber anders zusammengestellt werden als unter Kleer - es braucht mindestens vier IV, die wären ja mit Bauer, Szerencsi, Gantschnig und Pistrol ja auch da für drei Positionen. Wenn Pistrol geht, würde ein Linksfuß fehlen.

Im MF - sieht man Nnamdi und Rosenberger als Wingbacks an oder holt man noch jemanden (sowohl Enengl als auch Elsneg kennen Köchl, der auch ein Weitwerfer und Standard-Schütze wäre)?

6/8 Prohart? Stratznig? Luxbacher (dessen Tage als Offensivkraft sollten gezählt sein)? Oder kommt noch ein kopfballstärkerer Spieler als diese drei?

Vorne? Zimmermann gesetzt in der Mitte? Außen dann Spieler, die ihn füttern sollen oder Spieler, die selbst abschließen können?

Unter Kleer hätte es noch offensive MF-Spieler gebraucht (vor allem zentral, aber auch außen) - unter Enengl wohl eher Spieler für ganz vorne oder neue Wingbacks.

Wird interessant werden, wie schnell die Umstellung gelingt, Dreier-/Fünferkette wurde aber ja unter Kleer schon zuletzt auch geprobt...

Mika(R)

21.05.2026, 08:47

@ The Ghost of Rudi Hevera
 

Patrick Enengl

» hat am 8. September 23 in Amstetten von Jochen Fallmann übernommen....

Danke für deine Eindrücke, bist wohl der Einzige hier, der ihn "kennt" bzw die letzten 2 Jahre bei Amstetten beobachtet hat, während alle anderen "Scharfschützen" hier einfach mal drauf los ballern ohne zuvor wohl nur ein einziges Amstetten Spiel gesehen zu haben.

Bin sehr gespannt, wie Kader und Spielsystem im Juli aussehen, für mich bringt er frischen Wind rein, der uns möglicherweise gut tun könnte.

The Ghost of Rudi Hevera(R)

21.05.2026, 16:44

@ Mika
 

Patrick Enengl

Danke, versuche grundsätzlich alle Ligagegner zu überblicken.

Hätte auch mit einer Weiterverpflichtung von Kleer gut leben könnne, bei ihm wäre die Struktur und Defensivstärke weiter gegeben, mehr Offensive hätte von neuem Personal kommen müssen. Aber natürlich wäre er im Herbst nur sehr bedingt zur Verfügung gestanden und wenn Elsneg nicht selbst die Trainerentscheidung treffen darf, brauchen wir gleich gar keinen Sportmanager.

Kurios jedenfalls, dass die, die Kleers Comeback nie guthießen, ihm nun Kränze flechten. Aber bitte, die Gefühlsschwankungen der blau-gelben Fanbase sind ja altbekannt.

Bin auch gespannt, wie der Kader an Enengls Vorstellungen angepasst wird, aber das werden er und Elsneg natürlich schon abgeklärt haben. Mich würden Köchl und Maderner (auch wenn er noch ein Jahr Vertrag beim GAK hat) nicht überraschen. Neuverpflichtungen werden uns auch mehr über die Ambitionen mitteilen als wohlfeile Worte...

Eines beweisen aber Elsnegs und Enengls Verpflichtungen: Die Zeiten, als Ex-Rapidler automatisch Jobs bekamen, dürften vorbei sein...


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» Danke für deine Eindrücke, bist wohl der Einzige hier, der ihn "kennt" bzw
» die letzten 2 Jahre bei Amstetten beobachtet hat, während alle anderen
» "Scharfschützen" hier einfach mal drauf los ballern ohne zuvor wohl nur ein
» einziges Amstetten Spiel gesehen zu haben.
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» Bin sehr gespannt, wie Kader und Spielsystem im Juli aussehen, für mich
» bringt er frischen Wind rein, der uns möglicherweise gut tun könnte.

Peda

21.05.2026, 21:48

@ The Ghost of Rudi Hevera
 

Patrick Enengl

» Bin auch gespannt, wie der Kader an Enengls Vorstellungen angepasst wird,
» aber das werden er und Elsneg natürlich schon abgeklärt haben. Mich würden
» Köchl und Maderner (auch wenn er noch ein Jahr Vertrag beim GAK hat) nicht
» überraschen. Neuverpflichtungen werden uns auch mehr über die Ambitionen
» mitteilen als wohlfeile Worte...
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» Eines beweisen aber Elsnegs und Enengls Verpflichtungen: Die Zeiten, als
» Ex-Rapidler automatisch Jobs bekamen, dürften vorbei sein...
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Maderner würde ich super finden, halte ihn zwar für einen eher unfairen Spieler, aber da hätten die Verteidiger sicher Respekt, und wenn er den Ball nicht versenkt, ist der Zimmermann schon da.

Rickvienna(R)

22.05.2026, 07:42

@ The Ghost of Rudi Hevera
 

Patrick Enengl

» Hätte auch mit einer Weiterverpflichtung von Kleer gut leben könnne, bei
» ihm wäre die Struktur und Defensivstärke weiter gegeben, mehr Offensive
» hätte von neuem Personal kommen müssen. Aber natürlich wäre er im Herbst
» nur sehr bedingt zur Verfügung gestanden und wenn Elsneg nicht selbst die
» Trainerentscheidung treffen darf, brauchen wir gleich gar keinen
» Sportmanager.
»
» Kurios jedenfalls, dass die, die Kleers Comeback nie guthießen, ihm nun
» Kränze flechten. Aber bitte, die Gefühlsschwankungen der blau-gelben
» Fanbase sind ja altbekannt.

Die Aussage find ich spannend. Nicht das mit den Gefühlsschwankungen, das ist bekannt. Ich hab in Erinnerung, dass Kleer sehr positiv aufgenommen wurde. Nach Ende des Experiments mit Memo in einer Phase, wo er keine Idee hatte, wie er dem Turnaround mit der Mannschaft einleiten konnte, war wohl keiner über den Trainerwechsel unglücklich und gerade Kleer als ehem. Meister mit der Vienna wurde doch nicht abgelehnt? Dann kam natürlich eine schwierige Phase auch für ihn, weil es ihm nicht gelungen ist einen Trainereffekt auf kurze Frist und mit dem bestehenden Kader zu schaffen. Da gab es Kritik, aber viele blieben auch weiter zuversichtlich.

Wie auch immer, ich denke auch dass grundsätzlich nachvollziehbar ist, dass Elsneg gekommen ist, um seine Linie auf allen Ebenen umzusetzen und das ist ja auch Teil seiner Jobbeschreibung. Allerdings hat er sich jetzt weit rausgelehnt, nun muß das Duo liefern und ein Mißerfolg schlägt sofort auf ihn durch - alternativ hätte er durchaus die Chance gehabt, mit Kleer weiter zu marschieren und bei ausbleibendem Erfolg später den Trainer auszutauschen (bei Erfolg hätten sowieso beide geglänzt).

Dass er lieber das Risiko nimmt, um gemäß seiner Spielidee und Überzeugung agieren zu können, spricht aber sicher nicht gegen Elsneg. Eine objektive Erhöhung der Qualität auf der Bank hat er vermutlich nicht erreicht, umso mehr wird sein Händchen bei der Kaderzusammenstellung über Wohl und Weh der nächsten Saison entscheiden.

---
*** ... but it´s not Aston Villa ... ***

The Ghost of Rudi Hevera(R)

22.05.2026, 08:37

@ Rickvienna
 

Patrick Enengl

Tenor bei der Verpflichtung von Kleer war: "Der hat uns damals in Stich gelassen, ist in der Unterliga nicht geblieben. Jetzt wollen wir ihn auch nicht mehr." Das wurde auch immer hochgekocht, vor allem, als er den Turnaround nicht gleich schaffte. Erst jetzt im Frühjahr ist das etwas verstummt.

Aber egal, es war früh klar, dass sich Elsneg natürlich seinen eigenen Mann aussuchen würde. Ich habe auch an Gernot Messner gedacht, mit dem er ja Meister wurde. An dem (ein wunderbarer Mensch, soweit ich das beurteilen kann, aber mit eher simplem Auftreten) hat er in Nibelungentreue festgehalten, auch als der Titel zunächst in Dornbirn verspielt wurde und der GAK-Anhang (zahlreicher und lautstärker als auf der Hohen Warte) einen neuen Mann forderte. Was da alleine über seine Viererkette diskutiert wurde - nervtötend!

Kleer hat (zurecht) einige Freunde auf der Hohen Warte, dem Vernehmen nach kam sein Comeback vor allem durch die Fürsprache von Thomas Loy zustande. KLar hätte es sich Elsneg leicht machen können, nur dafür wird er nicht bezahlt und er wird sicher seine Vorstellungen von der Spielweise haben, die er sehen will.

Was gerne unter den Tisch fällt: Kleer ist ab Herbst im Pro-Lizenz-Kurs. Der erstreckt sich über 2 (!) Jahre mit 400 Modulen, darunter auch Hospitanzen bei anderen Vereinen. Das ist nichts, was so nebenbei macht, das nimmt dich schön in Anspruch, du musst Vorträge planen und halten sowie Arbeiten schreiben. Für mich unmöglich, dass du da für deinen Arbeitgeber 100 % geben kannst. Wenn du die ganze Woche nicht beim Training bist, dann zum Spiel kommst, ist das wie der Vater, der alle zwei Wochen von der Dienstreise zurückkommt und den Ton angeben will.

Kleer ist ungefähr in meinem Alter, auch der Älteste beim Trainerkurs. Ich persönlich könnte so ein Arbeitspensum (Kurs & Trainertätigkeit) nie im Leben hinlegen, aber natürlich ist jeder anders. Er wird den Kurs sicher souverän absolvieren, hat m. W. sehr gute Computerkenntnisse und wird niemanden brauchen, der ihm seine Diplomarbeit schreibt (das gabs auch schon).

Ob Enengl der richtige Mann ist, weiß ich auch nicht, aber das Schreien nach einem älteren, bundesligaerfahrenen Mann ist auch lächerlich. Den hatte die Admira jetzt mit Silberberger zwei Jahre lang (und ich schätze ihn), der Meistertitel gelang nicht und er stand auch durchgehend in der Kritik.

Schauen wir einmal, vor allem auf die Transfers. Maderner war nur eine Idee von mir, weil ihn Elsneg nach Graz brachte und er war wie erhofft ein (der) Schlüsselspieler beim Aufstieg. Hat eben noch ein Jahr Vertrag, aber kommt meist nur mehr von der Bank.

Rickvienna(R)

22.05.2026, 18:06

@ The Ghost of Rudi Hevera
 

Patrick Enengl

» Tenor bei der Verpflichtung von Kleer war: "Der hat uns damals in Stich
» gelassen, ist in der Unterliga nicht geblieben. Jetzt wollen wir ihn auch
» nicht mehr." Das wurde auch immer hochgekocht, vor allem, als er den
» Turnaround nicht gleich schaffte. Erst jetzt im Frühjahr ist das etwas
» verstummt.

Ja, Du hast recht - das hab ich auch gehört. Aber das finde ich erstaunlich bis lächerlich. Einerseits hat die Vienna in der 2.LL mit deutlich reduziertem Budget für Spieler UND Trainerteam planen müssen, da hätte man Kleer wohl kaum weiter beschäftigen wollen. Andererseits kann man wohl keinem Trainer der Welt vorwerfen, nicht 2 Ligen runter zu gehen - noch dazu wenn er gerade Meister in seiner Liga geworden ist. Auch Kühbauer werden wir nächstes Jahr nicht in der RLO als Trainer bewundern können, da trau ich mich zu wetten :)

» Ob Enengl der richtige Mann ist, weiß ich auch nicht, aber das Schreien
» nach einem älteren, bundesligaerfahrenen Mann ist auch lächerlich. Den
» hatte die Admira jetzt mit Silberberger zwei Jahre lang (und ich schätze
» ihn), der Meistertitel gelang nicht und er stand auch durchgehend in der
» Kritik.

Ich weiß jetzt nicht, was an einem Trainer mit Bundesligaerfahrung schlecht sein soll, wobei es mir persönlich eher weniger um Bundesligaerfahrung geht sondern generell um Erfahrung. Ich glaube auch, dass eher zuletzt nach einem Trainer gerufen wurde, der Aufstiegserfahrung hat. Ein erfahrener Trainer ist halt im Vergleich zu einer „Wundertüte“, also einem jungen ohne Leistungsnachweise eher eine Bank, wenn man ein klares Ziel erreichen will. Garantie aber (siehe Admira) gibt es nie.

Mit Silberberger hast Du tatsächlich einen guten Punkt, ich hab selbst vor einiger Zeit noch geschrieben, dass wir es doch so wie der Stöger bei Admira machen sollen (auch ich schätze Silberberger und war mir recht sicher, dass das Setup klappen wird). Über Admira und Silberberger kann würd ich gerne einem Bier philosophieren und verschiedene Erklärungen diskutieren.

Ich persönlich denke, dass er sich vor allem selbst im Weg gestanden ist. Wenn Du das Spiel vor allem auf gesicherter Defensive aufbaust und vordringlich versuchst, jede Niederlage zu vermeiden, dann punktest Du zwar regelmäßig, aber gewinnst auch nicht oft genug. Wenn Du auf 1:0 Siege spielst, kann eben auch mal ein 0:0 passieren. Für einen Meistertitel brauchst Du aber am Ende einen hohen Punkteschnitt und da kann ruhig mal eine Niederlage passieren, so lange Du ausreichend oft drei Punkte holst. Aber vielleicht gibt es auch andere, bessere Erklärungen für seinen Mißerfolg bei der Admira.

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*** ... but it´s not Aston Villa ... ***

hebomate(R)

22.05.2026, 08:39

@ Rickvienna
 

Patrick Enengl

» » Hätte auch mit einer Weiterverpflichtung von Kleer gut leben könnne, bei
» » ihm wäre die Struktur und Defensivstärke weiter gegeben, mehr Offensive
» » hätte von neuem Personal kommen müssen. Aber natürlich wäre er im
» Herbst
» » nur sehr bedingt zur Verfügung gestanden und wenn Elsneg nicht selbst
» die
» » Trainerentscheidung treffen darf, brauchen wir gleich gar keinen
» » Sportmanager.
» »
» » Kurios jedenfalls, dass die, die Kleers Comeback nie guthießen, ihm nun
» » Kränze flechten. Aber bitte, die Gefühlsschwankungen der blau-gelben
» » Fanbase sind ja altbekannt.
»
» Die Aussage find ich spannend. Nicht das mit den Gefühlsschwankungen, das
» ist bekannt. Ich hab in Erinnerung, dass Kleer sehr positiv aufgenommen
» wurde. Nach Ende des Experiments mit Memo in einer Phase, wo er keine Idee
» hatte, wie er dem Turnaround mit der Mannschaft einleiten konnte, war wohl
» keiner über den Trainerwechsel unglücklich und gerade Kleer als ehem.
» Meister mit der Vienna wurde doch nicht abgelehnt? Dann kam natürlich eine
» schwierige Phase auch für ihn, weil es ihm nicht gelungen ist einen
» Trainereffekt auf kurze Frist und mit dem bestehenden Kader zu schaffen. Da
» gab es Kritik, aber viele blieben auch weiter zuversichtlich.
»
» Wie auch immer, ich denke auch dass grundsätzlich nachvollziehbar ist,
» dass Elsneg gekommen ist, um seine Linie auf allen Ebenen umzusetzen und
» das ist ja auch Teil seiner Jobbeschreibung. Allerdings hat er sich jetzt
» weit rausgelehnt, nun muß das Duo liefern und ein Mißerfolg schlägt sofort
» auf ihn durch - alternativ hätte er durchaus die Chance gehabt, mit Kleer
» weiter zu marschieren und bei ausbleibendem Erfolg später den Trainer
» auszutauschen (bei Erfolg hätten sowieso beide geglänzt).
»
» Dass er lieber das Risiko nimmt, um gemäß seiner Spielidee und Überzeugung
» agieren zu können, spricht aber sicher nicht gegen Elsneg. Eine objektive
» Erhöhung der Qualität auf der Bank hat er vermutlich nicht erreicht, umso
» mehr wird sein Händchen bei der Kaderzusammenstellung über Wohl und Weh der
» nächsten Saison entscheiden.

Bravo

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