Mit beherzter "Leck Mich Am Arsch" Mentalität haben die blauen Lustenauer allen Prognosen zum Trotz gehörig aufgezeigt. Trainer Madlener scheint den richtigen Draht zu den Spielern zu haben. Der Kader ist zwar dünn, aber so lange keine Ausfälle zu beklagen sind, durchaus konkurrenzfähig. Mit Goalgetter Dursun Karatay fehlt gegen uns aber schon mal ein ganz wichtiger Spieler.
Tor: Durakovic und Lukse sind weg (Varese, Serie B bzw. Kapfenberg), dafür wurde mit Filip Gacevski der mazedonische U 21 Keeper geholt, war davor bei Kapfenberg. Eine unbekannte Größe.
Abwehr: Mit dem kopfballgewaltigen Stipe Vucur und Haselberger ist das Zentrum gut besetzt. Außen spielen der junge Kroate Jakara und der Altacher Junior Gehrer. Mehr als ein Tor hat ihnen im Frühjahr noch keiner gemacht.
Mittelfeld: Chef ist der gleichermaßen routinierte wie ehrliche Kämpfer Mario Bolter. Erinnert mich von seiner Rolle als Leithammel her an Cestnik in den letzten Zügen unserer Abstiegssaison 2001. Gemeinsam mit dem wiedergenesenen Ex-Altacher Mathias Hopfer spielt er defensiv im Zentrum und hält dort die Mannschaft zusammen. Stark bislang die ehemalige Elektra -u. Vienna Hoffnung Furkan Aydogdu, der schon 10 Scorerpunkte hat. Der einstige Nachwuchsteamspieler Julian Rupp spielt am anderen Flügel.
Angriff: Zellhofer und Ali Osman können jede Abwehr mit ihrer Schnelligkeit ärgern, Dennis Kloser ist die Alternative auf der Bank
Ersatz sind junge Spieler aus der Region sowie ein paar Abenteurer aus USA und Italien, interessant die Jugendnationalspieler Flatz und Mathis, aber viel Substanz ist da nicht mehr.
Vienna ist stärker und gewinnt. Tipp 1. Voraussetzung: Die Mannschaft fightet so wie zuletzt. Das Grödigspiel war wie eine Achterbahnfahrt. Stark begonnen, dann ab der gelben für Dober von der Rolle und für dreißig Minuten an die Wand gespielt. Mit viel Einsatz aber noch einmal zurückgekämpft, die Mannschaft hat einen guten Charakter. Blöd allerdings, dass Dober und Lebedev fehlen, aber wir schaffen das. |