The Ghost of Rudi Hevera(R)

02.07.2011, 03:35
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Marc Traby, ein nachträglicher Tribut (Public)

Irgendwie ist seine Leistung hier (auch bei mir) im Trubel der letzten Saison und der kurzen Pause zu kurz gekommen. Ein Team, dass ohnehin schon in den Ringseilen hing, muss für den Rest der Saison auf den dritten Goalie zurückgreifen, der nicht einmal bei den Amateuren ein Stammleiberl hatte - da war eigentlich der Abstieg vorprogrammiert. Doch von der ersten Minute an zeigte Traby keine Nerven, im Gegenteil, er vermittelte Ruhe und agierte vor allem lautstark, was soweit ging, dass er auch Routiniers wie Dospel am Spielfeld die Leviten las. Keines dieser Stummerl also, bei denen sich ein Abwehrspieler alle paar Minuten umdrehen musste, ob es denn noch da sei, seine Präsenz war stets bemerkbar. Niemand hätte ihm wohl ein oder zwei schwächere Spiele vorgeworfen, das eine oder andere üble Gegentor wäre auch nur zu verständlich gewesen. Kann mich da aber an nichts Gröberes erinnern, ob größere Goalies etwa den Schuss von Omladic in Hartberg oder den verdeckten Schuss von Schagerl in St. Pölten pariert hätten, ist bloße Annahme, ich glaube es nicht. Kein einziger Gegentreffer entsprang einem schweren Fehler, er zeigte unendlich mehr Konstanz als seine beiden Vorgänger.
Seine mangelnde Körpergröße sticht natürlich jedem Erstbesucher ins Auge, als sich etwa der Altacher Simma bei einem Corner vor ihm aufbaute, muss das für ihn wie eine Sonnenfinsternis gewesen sein. Dass er über großes Sprungvermögen verfügen muss, ist klar. Was ihn aber auszeichnet, ist ein unglaubliches Timing in der Luft. Oft genug schien es so, als ob eine Flanke oder ein Schuss über ihn segeln würde, bevor er im letzten Moment noch zupackte, er "steht" sehr lange in der Luft, etwa so wie die auch nicht großgewachsenen Kopfballungeheuer Karl-Heinz Riedle oder Vahid Hashemian. Dazu kommt noch ein (wohl auch notwendiges) Gambling bei Standards, vor allem bei Cornern, die sich vom Tor wegdrehen als auch bei weiten Freistoßflanken, steht er am Fünfer. Das hätte etwa Ayodogdu in Parndorf fast ausgenutzt, aber eben nur fast. Dass ein Goalie weit über den Fünfer hinaus (zeitweise bis zum Sechzehner) auf Flanken herauskommt, ist ebenfalls eine Seltenheit und spricht auch für sein Selbstvertrauen.
Gut für ihn, dass kein Trainerwechsel stattfand, aufgrund seiner für einen Torhüter im Profifußball ungewöhnlichen Größe wird er wohl auch in Zukunft stets kritisch beäugt werden und sich tagtäglich beweisen müssen. Die Einserrolle sollte er vorerst sicher haben, erst eine Reihe von schwächeren Spiele wäre ein Grund für einen eventuellen Wechsel. Die Leistung zu bestätigen wird natürlich nicht leicht, zutrauen würde ich es ihm allemal. Ich hoffe, er bleibt auch (außer bei Paraden) mit beiden Beinen am Boden und kann mit (unausweichlichen) Rückschlägen umgehen. Eine konstante Goalieleistung, die wir vor allem im Herbst der letzten Saison nie gesehen haben, wäre eine wichtige Grundlage für eine etwas ruhigere Saison...

davdn(R)

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Körper: Leopoldstadt; Herz: Döbling,
02.07.2011, 08:45

@ The Ghost of Rudi Hevera

Marc Traby, ein nachträglicher Tribut

» Irgendwie ist seine Leistung hier (auch bei mir) im Trubel der letzten
» Saison und der kurzen Pause zu kurz gekommen. Ein Team, dass ohnehin schon
» in den Ringseilen hing, muss für den Rest der Saison auf den dritten
» Goalie zurückgreifen, der nicht einmal bei den Amateuren ein Stammleiberl
» hatte - da war eigentlich der Abstieg vorprogrammiert. Doch von der ersten
» Minute an zeigte Traby keine Nerven, im Gegenteil, er vermittelte Ruhe und
» agierte vor allem lautstark, was soweit ging, dass er auch Routiniers wie
» Dospel am Spielfeld die Leviten las. Keines dieser Stummerl also, bei
» denen sich ein Abwehrspieler alle paar Minuten umdrehen musste, ob es denn
» noch da sei, seine Präsenz war stets bemerkbar. Niemand hätte ihm wohl ein
» oder zwei schwächere Spiele vorgeworfen, das eine oder andere üble
» Gegentor wäre auch nur zu verständlich gewesen. Kann mich da aber an
» nichts Gröberes erinnern, ob größere Goalies etwa den Schuss von Omladic
» in Hartberg oder den verdeckten Schuss von Schagerl in St. Pölten pariert
» hätten, ist bloße Annahme, ich glaube es nicht. Kein einziger Gegentreffer
» entsprang einem schweren Fehler, er zeigte unendlich mehr Konstanz als
» seine beiden Vorgänger.
» Seine mangelnde Körpergröße sticht natürlich jedem Erstbesucher ins Auge,
» als sich etwa der Altacher Simma bei einem Corner vor ihm aufbaute, muss
» das für ihn wie eine Sonnenfinsternis gewesen sein. Dass er über großes
» Sprungvermögen verfügen muss, ist klar. Was ihn aber auszeichnet, ist ein
» unglaubliches Timing in der Luft. Oft genug schien es so, als ob eine
» Flanke oder ein Schuss über ihn segeln würde, bevor er im letzten Moment
» noch zupackte, er "steht" sehr lange in der Luft, etwa so wie die auch
» nicht großgewachsenen Kopfballungeheuer Karl-Heinz Riedle oder Vahid
» Hashemian. Dazu kommt noch ein (wohl auch notwendiges) Gambling bei
» Standards, vor allem bei Cornern, die sich vom Tor wegdrehen als auch bei
» weiten Freistoßflanken, steht er am Fünfer. Das hätte etwa Ayodogdu in
» Parndorf fast ausgenutzt, aber eben nur fast. Dass ein Goalie weit über
» den Fünfer hinaus (zeitweise bis zum Sechzehner) auf Flanken herauskommt,
» ist ebenfalls eine Seltenheit und spricht auch für sein Selbstvertrauen.
» Gut für ihn, dass kein Trainerwechsel stattfand, aufgrund seiner für einen
» Torhüter im Profifußball ungewöhnlichen Größe wird er wohl auch in Zukunft
» stets kritisch beäugt werden und sich tagtäglich beweisen müssen. Die
» Einserrolle sollte er vorerst sicher haben, erst eine Reihe von
» schwächeren Spiele wäre ein Grund für einen eventuellen Wechsel. Die
» Leistung zu bestätigen wird natürlich nicht leicht, zutrauen würde ich es
» ihm allemal. Ich hoffe, er bleibt auch (außer bei Paraden) mit beiden
» Beinen am Boden und kann mit (unausweichlichen) Rückschlägen umgehen.
» Eine konstante Goalieleistung, die wir vor allem im Herbst der letzten
» Saison nie gesehen haben, wäre eine wichtige Grundlage für eine etwas
» ruhigere Saison...

Wo darf ich unterschreiben?

Senf(R)

02.07.2011, 09:46

@ The Ghost of Rudi Hevera

Marc Traby, ein nachträglicher Tribut

» Irgendwie ist seine Leistung hier (auch bei mir) im Trubel der letzten
» Saison und der kurzen Pause zu kurz gekommen. Ein Team, dass ohnehin schon
» in den Ringseilen hing, muss für den Rest der Saison auf den dritten
» Goalie zurückgreifen, der nicht einmal bei den Amateuren ein Stammleiberl
» hatte - da war eigentlich der Abstieg vorprogrammiert. Doch von der ersten
» Minute an zeigte Traby keine Nerven, im Gegenteil, er vermittelte Ruhe und
» agierte vor allem lautstark, was soweit ging, dass er auch Routiniers wie
» Dospel am Spielfeld die Leviten las. Keines dieser Stummerl also, bei
» denen sich ein Abwehrspieler alle paar Minuten umdrehen musste, ob es denn
» noch da sei, seine Präsenz war stets bemerkbar. Niemand hätte ihm wohl ein
» oder zwei schwächere Spiele vorgeworfen, das eine oder andere üble
» Gegentor wäre auch nur zu verständlich gewesen. Kann mich da aber an
» nichts Gröberes erinnern, ob größere Goalies etwa den Schuss von Omladic
» in Hartberg oder den verdeckten Schuss von Schagerl in St. Pölten pariert
» hätten, ist bloße Annahme, ich glaube es nicht. Kein einziger Gegentreffer
» entsprang einem schweren Fehler, er zeigte unendlich mehr Konstanz als
» seine beiden Vorgänger.
» Seine mangelnde Körpergröße sticht natürlich jedem Erstbesucher ins Auge,
» als sich etwa der Altacher Simma bei einem Corner vor ihm aufbaute, muss
» das für ihn wie eine Sonnenfinsternis gewesen sein. Dass er über großes
» Sprungvermögen verfügen muss, ist klar. Was ihn aber auszeichnet, ist ein
» unglaubliches Timing in der Luft. Oft genug schien es so, als ob eine
» Flanke oder ein Schuss über ihn segeln würde, bevor er im letzten Moment
» noch zupackte, er "steht" sehr lange in der Luft, etwa so wie die auch
» nicht großgewachsenen Kopfballungeheuer Karl-Heinz Riedle oder Vahid
» Hashemian. Dazu kommt noch ein (wohl auch notwendiges) Gambling bei
» Standards, vor allem bei Cornern, die sich vom Tor wegdrehen als auch bei
» weiten Freistoßflanken, steht er am Fünfer. Das hätte etwa Ayodogdu in
» Parndorf fast ausgenutzt, aber eben nur fast. Dass ein Goalie weit über
» den Fünfer hinaus (zeitweise bis zum Sechzehner) auf Flanken herauskommt,
» ist ebenfalls eine Seltenheit und spricht auch für sein Selbstvertrauen.
» Gut für ihn, dass kein Trainerwechsel stattfand, aufgrund seiner für einen
» Torhüter im Profifußball ungewöhnlichen Größe wird er wohl auch in Zukunft
» stets kritisch beäugt werden und sich tagtäglich beweisen müssen. Die
» Einserrolle sollte er vorerst sicher haben, erst eine Reihe von
» schwächeren Spiele wäre ein Grund für einen eventuellen Wechsel. Die
» Leistung zu bestätigen wird natürlich nicht leicht, zutrauen würde ich es
» ihm allemal. Ich hoffe, er bleibt auch (außer bei Paraden) mit beiden
» Beinen am Boden und kann mit (unausweichlichen) Rückschlägen umgehen.
» Eine konstante Goalieleistung, die wir vor allem im Herbst der letzten
» Saison nie gesehen haben, wäre eine wichtige Grundlage für eine etwas
» ruhigere Saison...

Volle Zustimmung! Ich erinnere mich gut an das Spile wo er 5 Minuten vorher erfuhr dass er sein Debut spielt, und ich mir bei der Mannschaftsvorstellung gedacht habe: "So, das wars jetzt", noch dazu wo im selben Spiel Dospel kurz nach BEginn verletzt ausgeschieden ist. Ich denke es hat selten ein derartiges Erstauftreten eines Ersatzes für den Ersatz des Ersatzes gegeben..... Da ich ihn leider vor zwei Jahren verloren und mir keinen neuen besorgt habe kann ich nicht den Hut ziehen vor ihm, aber symolisch doch....

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...verfeinert auch Beef Tatar

Volpone

02.07.2011, 11:24

@ Senf

Marc Traby, ein nachträglicher Tribut

Volle Zustimmung! Traby hat wesentlich zum Klassenerhalt beigetragen. So leid es mir für Kuru tut. Für mich bleibt Traby die Nummer eins im Tor.

D.C.

02.07.2011, 12:26

@ The Ghost of Rudi Hevera

Marc Traby, ein nachträglicher Tribut

» » Seine mangelnde Körpergröße sticht natürlich jedem Erstbesucher ins Auge,
» als sich etwa der Altacher Simma bei einem Corner vor ihm aufbaute, muss
» das für ihn wie eine Sonnenfinsternis gewesen sein. Dass er über großes
» Sprungvermögen verfügen muss, ist klar. Was ihn aber auszeichnet, ist ein
» unglaubliches Timing in der Luft. Oft genug schien es so, als ob eine
» Flanke oder ein Schuss über ihn segeln würde, bevor er im letzten Moment
» noch zupackte, er "steht" sehr lange in der Luft....
» Gut für ihn, dass kein Trainerwechsel stattfand, aufgrund seiner für einen
» Torhüter im Profifußball ungewöhnlichen Größe wird er wohl auch in Zukunft
» stets kritisch beäugt werden und sich tagtäglich beweisen müssen.

Irgendwie denke ich da an unseren unvergleichlichen, legendären Kurtl Schmied!!!

Grasserbauer

02.07.2011, 12:54

@ D.C.

Marc Traby, ein nachträglicher Tribut

» » » Seine mangelnde Körpergröße sticht natürlich jedem Erstbesucher ins
» Auge,
» » als sich etwa der Altacher Simma bei einem Corner vor ihm aufbaute,
» muss
» » das für ihn wie eine Sonnenfinsternis gewesen sein. Dass er über großes
» » Sprungvermögen verfügen muss, ist klar. Was ihn aber auszeichnet, ist
» ein
» » unglaubliches Timing in der Luft. Oft genug schien es so, als ob eine
» » Flanke oder ein Schuss über ihn segeln würde, bevor er im letzten
» Moment
» » noch zupackte, er "steht" sehr lange in der Luft....
» » Gut für ihn, dass kein Trainerwechsel stattfand, aufgrund seiner für
» einen
» » Torhüter im Profifußball ungewöhnlichen Größe wird er wohl auch in
» Zukunft
» » stets kritisch beäugt werden und sich tagtäglich beweisen müssen.
»
» Irgendwie denke ich da an unseren unvergleichlichen, legendären Kurtl
» Schmied!!!
Kurt Schmied war legendärer Torhüter der letzten Österr.Meistermannschaft
der Vienna 1955,9 Jahre unumstrittener Torhüter der Nationalmannschaft,
auch kein Riese,ich würde Traby wünschen, in seine Fusstapfen zu treten,
möglich ist alles....

Balloon(R)

02.07.2011, 16:11

@ The Ghost of Rudi Hevera
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Marc Traby, ein nachträglicher Tribut

Dem großen Lob möchte ich mich vollinhaltlich anschliessen. Wer sich an seine für alle unerwartete Premiere erinnert, als er kurzer Hand wenige Minuten vor Anpfiff - ohne irgendwelche besondere Vorbereitungszeit - ins Tor mußte und an die anschließenden konstanten Leistungen wundert sich eigentlich, dass er nicht schon früher seine Chance bekommen hat. Dass läßt darauf schliessen, dass die Interaktion zwischen Amateuren und Erster Mannschaft nicht stimmig ist. ein argument mehr für einen - QUALIFIZIERTEN ! - Sportdirektor ? (Nicht der Webora !).
Traby weiter so, wir stehen hinter Dir !

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