Nachfrage (Public)

verfasst von ich(R) Homepage E-Mail, Kaumberg, 14.07.2011, 11:26

» » Und hier mein Senf dazu: Dass der Spieler vom Schiri wieder ins Spiel
» » gelassen wird, hebt das Abseits keineswegs auf - im Gegenteil, dadurch
» » entsteht es ja erst. Somit hat der Schiri auch keinerlei Ausrede, in
» der
» » Hektik etwas übersehen zu haben, denn dass ein Spieler das Feld
» verlässt,
» » muss er sehen und dass sich der mit Handzeichen zurückmeldet erst
» recht.
» » Vom Liri, der in so einer Situation eh kaum auf was anderes schaut, als
» » auf die Toroutlinie ganz zu schweigen. Summa summarum: Ein irreguläres
» » Tor, das nicht etwa deshalb gegeben wurde, weil der Schiri etwas anders
» » eingeschätzt hat als die Zeitlupe zeigt (was ihm zusteht und als
» » Tatsachenentscheidung zu akzeptieren wäre), sondern eindeutig wegen
» » Regelbruchs. Somit stellt sich die Frage an die Experten, ob dieses
» Spiel
» » nach Ansicht der Fernsehbilder überhaupt resultatsgemäß beglaubigt
» werden
» » darf...
»
» Falls dein Beitrag nicht zynisch gemeint war, verstehe ich trotzdem nicht
» wo der Regelbruch ist?
»
» Der Schiedsrichter kann einerseits das Verlassen des Spielfeldes als
» unbeabsichtigt gewertet haben (Tatsachenentscheidung), ähnlich dem
» Ausweichen in einem Zweikampf, wodurch es zu keiner Bewilligung des
» Wiedereintritts kommt.
»
» Oder aber er hat den Spieler bewusst heriengelassen
» (Tatsachenentscheidung), aber das Abseits nicht gesehen
» (Tatsachenentscheidung).
»
» Oder er hat überhaupt nicht gesehen, dass der Spieler außerhalb des
» Spielfeldes war (Tatsachenentscheidung).

Nein, war nicht zynisch gemeint. Es steht und fällt damit, ob der Spieler das Spielfeld verlassen hat oder nicht. Wie der Ghost schon geschrieben hat, es hat nicht lange gedauert (gestoppte 3,5 Sekunden), also sehen wir es halt - wenn auch diskussionswürdig - nicht als unberechtigtes Betreten des Spielfeldes.

Und - eben weil diskussionswürdig: Wenn es sich um ein Verlassen des Spielfeldes gehandelt hätte, dann wäre das Tor eindeutig irregulär gewesen, da der Spieler das Spielfeld weder über die Toroutlinie betreten darf, noch mitten ins Geschehen hinein.

Dass man dem Schiri nichts vorwerfen muss, darauf können wir uns einigen.

Aber: Dem Linienrichter ist der Vorwurf nicht zu ersparen. Er hat einen schweren Fehler gemacht. Er kann in diesen 3,5 Sekunden weder den Spieler vergessen haben, den er - schließlich war er der Ballführende - eben mit Argusaugen verfolgt hat, noch kann er - schließlich spielt sich alles im Fünfmeterraum ab - den Torschützen aus den Augen verloren haben, denn sein Fokus lag während der gesamten Spielszene auf einem 5 bis maximal 12 Meter breiten Streifen von der Toroutlinie bis zum Schützen des nur kurz abgewehrten Schusses.

Conclusio: Dass der Liri nicht sofort die Fahne gehoben hat, als der zurückkommende Spieler sich plötzlich seitlich dreht und auf den abgeprallten Ball geht, lässt sich eigentlich nur mit einem Blackout erklären...

---
Öha


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