Interview mit Dvoracek (Public)

verfasst von Geronimo(R), Chiricahua Apache, 23.01.2012, 18:19

Kronen Zeitung (Wien, Abendausgabe), 24.1.2012 Seite: 62

Vienna-Boss Dvoracek über "Baustellen" und Eitelkeiten:

"Den Spielern ist es zu gut gegangen"

Interview: Christian Pollak

Der heutige Vienna-Test (bei dem ab 18.30 Uhr der Spanier Nacho Verdes erneut vorspielt) ist für Präsident Herbert Dvoracek mehr als ein Freundschaftsspiel. Erstmals ist er "Gegner" seines in die Stadtliga zum NAC gewechselten Sohnes. Im "Krone"-Interview spricht er über die angespannte Lage und die Konsequenz aus unsachlicher Kritik.

Zuletzt hörte man von finanziellen Problemen. Muss man sich Sorgen machen? "Dass Zahlungen des einen oder anderen Sponsors verspätet eintreffen, soll auch woanders vorkommen. Das ist der Grund, warum wir das November-Gehalt aller Angestellten bisher nicht begleichen konnten. Das wird vor Frühjahrsbeginn geschehen. Die Vienna wird kein Sanierungsfall!"

Aber der Verein muss wieder außerbudgetäre Maßnahmen ergreifen, um manchen Fehler in der Personalpolitik ausgleichen zu können. "Man kann halt in keinen Spieler hineinschauen. Aber ich konzentriere mich auf den wirtschaftlichen Bereich. Ich bin in den letzten Tagen oft mit Alfred Tatar und Gerhard Fellner zusammengesessen, um Weichen zu stellen. Wäre ich vom Klassenerhalt nicht überzeugt, bräuchten wir keinen Lizenzantrag zu stellen."

Was ist die Konsequenz aus der sportlich enttäuschenden Herbstsaison? "Den Spielern ist es offenbar zu gut gegangen. Deshalb wurden die Zügel angezogen. Persönliche Eitelkeiten haben keinen Platz mehr. Ein Star ist nur dann ein Star, wenn er das auf dem Platz auch beweist!"

Für viel Zündstoff sorgte auch Ihr Sohn, dem die sportliche Qualität abgesprochen wurde und der nun aus freien Stücken die Vienna verlassen hat, um in der Stadtliga beim NAC Fuß zu fassen. "Ich bin froh, dass dieses Thema erledigt ist. Niko war unglaublichen Anfeindungen ausgesetzt. Aber daraus habe ich gelernt. Ich werde im Internet in kein Forum mehr schauen!"

Macht es bei all den Turbulenzen in den vergangenen Jahren noch Spaß, Vienna-Präsident zu sein? "Ich bin bis 2013 gewählt und werde nicht davonlaufen. Zugegeben: Der Weg ist mühsam. Aber die Vienna war in der Regionalliga jahrelang ,unaufsteigbar‘, jetzt sind wir eben aus der Ersten Liga ,unabsteigbar‘!"

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Schön war Sie, die Prärie...


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