rapid arbeitet die zeit 38-45 auf (Public)

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verfasst von Der lange Fritz, 11.03.2011, 15:23

» Toto? :tongue:
»
» Das Gründungsjahr steht im Wappen und es lässt sich damit leicht werben,
» nona.
» Was soll es bringen, viel Zeit und Geld in besagte Recherchen zu stecken,
» was hat man in weiterer Folge davon? Wenn sich wer findet, der gerne und
» kostenlos die Arbeit übernimmt, soll er. Ich als Mitglied sehe jedenfalls
» keinen Sinn darin, wenns bei euch anders aussieht sei es euch natürlich
» gestattet.

Gerade bei einem Traditionsverein sollte es zum guten Ton gehören, diese Tradition zu hegen und zu pflegen. Einen Verein macht eben mehr aus als bloß das Match am nächsten Wochenende oder andere Tagesaktualitäten.

Das ist etwas, das in Österreich leider nur ganz wenig gelebt wird, die Austria hat zumindest mit dem Vereinsmuseum einen rühmlichen Schritt gesetzt und die aktuelle Forschungsarbeit zur Geschichte von Rapid in der NS-Zeit ist ausdrücklich zu begrüßen, weil man sich eben auch mit dünkleren Kapiteln beschäftigt. Und der WSC hat vor wenigen Monaten eine vorbildliche Publikation zur Vereinsgeschichte vorgelegt, von der man sich nur wünschen könnte, dass es Vergleichbares zur Vienna gäbe.

Im Vergleich dazu hat zB so gut wie jeder englische Profiverein einen Vereinshistoriker (natürlich häufig ehrenamtlich, aber immerhin). Ich hatte zB vor einiger Zeit längeren Mailkontakt mit dem Club Historian von West Bromwich Albion, von dem ich einige interessante Details zur Karriere des Vienna-affinen Fußballfreunden vielleicht nicht ganz unbekannen MD Nicholson erfahren habe. Von der Pubklikationstätigkeit in England oder auch Deutschland möchte ich erst gar nicht anfangen.

Kurzum, die Geschichte ist essentieller Bestandteil eines Fußballvereins, notabene eines solchen, der das Datum 1894 in seinem Vereinsnamen führt. Die Frage, was "es bringen solle, Zeit und Geld in solche Recherchen zu stecken" könnte man genaugenommen bei jeder Beschäftigung mit historischen Epochen oder Ereignissen stellen.

Ich möchte jedenfalls nicht einen Verein supporten, dem seine Historie egal ist (oder der sich sogar davon distanziert oder gar keine hat) und der die Leistungen vergangegener Spielergenerationen bestenfalls als Eintrag auf dem Briefkopf würdigt. Mir sind jedenfalls ein Fritz Gschweidl, ein Pepi Blum, ein Karl Decker oder ein Karl Koller (die ich alle nie spielen gesehen habe) genauso wichtig wie die Spieler des aktuellen Kaders und ganz einfach ein unabdingbarer Bestandteil dessen, was die Vienna ausmacht. Natürlich muss nicht jeder so ein Fußballgeschichtsverrückter sein wie ich es bin, aber ein Mindestmaß an Respekt vor der Historie des eigenen Vereins und deren Erforscung und Weitergabe erscheint mir schon angebrachter als ein läppisches "wos soi des bringan?"


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