Marc Traby, ein nachträglicher Tribut (Public)
» Irgendwie ist seine Leistung hier (auch bei mir) im Trubel der letzten
» Saison und der kurzen Pause zu kurz gekommen. Ein Team, dass ohnehin schon
» in den Ringseilen hing, muss für den Rest der Saison auf den dritten
» Goalie zurückgreifen, der nicht einmal bei den Amateuren ein Stammleiberl
» hatte - da war eigentlich der Abstieg vorprogrammiert. Doch von der ersten
» Minute an zeigte Traby keine Nerven, im Gegenteil, er vermittelte Ruhe und
» agierte vor allem lautstark, was soweit ging, dass er auch Routiniers wie
» Dospel am Spielfeld die Leviten las. Keines dieser Stummerl also, bei
» denen sich ein Abwehrspieler alle paar Minuten umdrehen musste, ob es denn
» noch da sei, seine Präsenz war stets bemerkbar. Niemand hätte ihm wohl ein
» oder zwei schwächere Spiele vorgeworfen, das eine oder andere üble
» Gegentor wäre auch nur zu verständlich gewesen. Kann mich da aber an
» nichts Gröberes erinnern, ob größere Goalies etwa den Schuss von Omladic
» in Hartberg oder den verdeckten Schuss von Schagerl in St. Pölten pariert
» hätten, ist bloße Annahme, ich glaube es nicht. Kein einziger Gegentreffer
» entsprang einem schweren Fehler, er zeigte unendlich mehr Konstanz als
» seine beiden Vorgänger.
» Seine mangelnde Körpergröße sticht natürlich jedem Erstbesucher ins Auge,
» als sich etwa der Altacher Simma bei einem Corner vor ihm aufbaute, muss
» das für ihn wie eine Sonnenfinsternis gewesen sein. Dass er über großes
» Sprungvermögen verfügen muss, ist klar. Was ihn aber auszeichnet, ist ein
» unglaubliches Timing in der Luft. Oft genug schien es so, als ob eine
» Flanke oder ein Schuss über ihn segeln würde, bevor er im letzten Moment
» noch zupackte, er "steht" sehr lange in der Luft, etwa so wie die auch
» nicht großgewachsenen Kopfballungeheuer Karl-Heinz Riedle oder Vahid
» Hashemian. Dazu kommt noch ein (wohl auch notwendiges) Gambling bei
» Standards, vor allem bei Cornern, die sich vom Tor wegdrehen als auch bei
» weiten Freistoßflanken, steht er am Fünfer. Das hätte etwa Ayodogdu in
» Parndorf fast ausgenutzt, aber eben nur fast. Dass ein Goalie weit über
» den Fünfer hinaus (zeitweise bis zum Sechzehner) auf Flanken herauskommt,
» ist ebenfalls eine Seltenheit und spricht auch für sein Selbstvertrauen.
» Gut für ihn, dass kein Trainerwechsel stattfand, aufgrund seiner für einen
» Torhüter im Profifußball ungewöhnlichen Größe wird er wohl auch in Zukunft
» stets kritisch beäugt werden und sich tagtäglich beweisen müssen. Die
» Einserrolle sollte er vorerst sicher haben, erst eine Reihe von
» schwächeren Spiele wäre ein Grund für einen eventuellen Wechsel. Die
» Leistung zu bestätigen wird natürlich nicht leicht, zutrauen würde ich es
» ihm allemal. Ich hoffe, er bleibt auch (außer bei Paraden) mit beiden
» Beinen am Boden und kann mit (unausweichlichen) Rückschlägen umgehen.
» Eine konstante Goalieleistung, die wir vor allem im Herbst der letzten
» Saison nie gesehen haben, wäre eine wichtige Grundlage für eine etwas
» ruhigere Saison...
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- Marc Traby, ein nachträglicher Tribut - The Ghost of Rudi Hevera
, 02.07.2011, 03:35 (Public) ![in Board-Ansicht öffnen [Board]](img/board_d.gif)
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