Mögliche Szenarien zum Klassenerhalt (Public)

verfasst von Rechtskundiger, 16.05.2012, 13:51

» » » » » » FALSCH! Der LASK hat bei der Einreichung seines Protestes einen
» » » » » » Formalfehler begangen. Inhaltlich wurde auf den Protest gar
» nicht
» » » » » » eingegangen, weil er nicht gültig eingereicht wurde.
» » » » » » Das Schiedsgericht kann nun sagen, 1) inhaltlich paßt es, also
» » » sehen
» » » » » wir
» » » » » » über den Formalfehler hinweg, oder 2) der Protest wurde nicht
» » » » » » ordnungsgemäß eingereicht, also gilt er als nicht erfolgt und
» die
» » » » » » Entscheidung der 1. Instanz gilt, weil ja nicht regelkonform
» » » » » protestiert
» » » » » » wurde.
» » » » »
» » » » » Formalfehler kann viel heissen, etwa dass jemand an der falschen
» » » Stelle
» » » » » unterschrieben hat, dass - wie Du richtig sagst - auf das von der
» » 1.
» » » » » Instanz Monierte nicht eingegangen wurde, oder dass versucht
» wurde
» » zu
» » » » » tricksen und die 2. Instanz das eben nicht geschluckt hat. Ich
» » » glaube,
» » » » » dass das SNSG nach dem Kriterium entscheidet, ob der Spielbetrieb
» » für
» » » » ein
» » » » » weiteres Jahr gesichert ist oder nicht. Wie sich hier die
» » Faktenlage
» » » » » darstellt, entzieht sich meiner Kenntnis, aber das werden wir eh
» » » » » spätestens am 31.05. erfahren.
» » » » »
» » » » » Wichtiger wäre es mA ohnehin, sich mit der Relegation zu
» befassen,
» » da
» » » » die
» » » » » das für mich wahrscheinlichste Szenario darstellt...
» » » »
» » » » So ist das aber ganz und gar nicht ! Das Schiedsgericht hat sich
» » nicht
» » » » damit zu befassen, ob wirtschaftlich alles O.K. ist.
» » » » Es überprüft lediglich ob die Entscheidung des Protestkomitees
» » » » entsprechend den Lizenzbestimmungen korrekt zustandegekommen ist.
» Es
» » » » überprüft daher eigentlich nur Fehler in der Abwicklung des
» Protestes
» » » und
» » » » nicht den Inhalt irgendwelcher Unterlagen.
» » » » Wenn daher ein Formalfehler, der in den Lizenzbestimmungen
» » ausdrücklich
» » » » angeführt ist, sogar mit den zwingend vorgeschriebenen
» Konsequenzen,
» » » zur
» » » » neuerlichen Lizenzverweigerung geführt hat, dann muß das
» » Protestkomitee
» » » » den Protest ja abweisen, sonst hätten sie gegen die
» » Lizenzbestimmungen
» » » » gehandelt.
» » » » Die Klage ist daher völlig sinnlos und nur eine reine Alibihandlung
» » um
» » » » sagen zu können: Wir haben alles versucht.
» » » »
» » » » Daher kann das Schiedsgericht nicht sagen inhaltlich paßt es,
» also
» » » » sehen wir über den Formalfehler hinweg.
oder gar zu überprüfen,
» » ob
» » » der
» » » » Spielbetrieb für ein weiteres Jahr gesichert ist. Das ist völlig
» » » » irrelevant !
» » »
» » » Ich glaube, du sitzt da einem Irrtum auf.
» » »
» » » Das Schiedsgericht hat - wenn es befasst wird - nichts anderes zu
» » » behandeln als eine Klage des LASK auf Lizenzerteilung. Voraussetzung
» » ist,
» » » dass der Instanzenzug innerhalb der Bundesliga ausgeschöpft ist...
» » »
» » » Folglich bekommt das Schiedsgericht den Akt der 1. Instanz (der sich
» » wohl
» » » mit dem der 2. Instanz decken wird) und wickelt das gesamte Verfahren
» » von
» » » A bis O neuerlich ab. Wenn das Gericht die Lizenzunterlagen anders
» » » beurteilt als der Senat V, dann wird es wohl auch eine andere
» » Entscheidung
» » » treffen.
» » »
» » » Entscheidungsmöglichkeiten gibt es viele. Das Gericht kann die Lizenz
» » » erteilen, es kann sie verweigern, es kann eine vorläufige Lizenz
» » » ausstellen, es kann den Fall zurückverweisen und weiß Gott was noch
» » » alles.
» » »
» » » Und wer sich wirklich im Detail dafür interessiert, kann sich ja
» gerne
» » in
» » » den Unterlagen, die es auf bundesliga.at zum Herunterladen gibt,
» » » einlesen...
» » Nur. wenn das SNSG zum Schlußkommen sollte, dass die Berufung zu
» Unrecht
» » zurückgewiesen wurde, kann es in der Sache selbst entscheiden. Wenn
» nicht,
» » gilt die Entscheidung 1.er Instanz
»
» Äh... Ich bin zwar vollkommen rechtsunkundig, aber das SNSG, wie du
» es so schön nennst, ist doch nicht die 3. und letzte Instanz des
» Lizenzverfahrens, sondern ein Gericht, welches ua für Klagen eines Vereins
» gegen die Bundesliga zuständig ist. So steht es jedenfalls geschrieben.
»
» Die Prüfung der Rechtmäßigkeit des Verfahrens wäre wohl die Aufgabe des
» Protestkomitees, also der 2. und letzten Instanz des Lizenzverfahrens,
» gewesen - der es sich aber mit der Begründung, es sei nicht ordentlich
» angerufen worden - entzogen hat.
»
» Klar könnte der LASK eine Klage darauf einbringen, dass die Entscheidung
» der 2. Instanz, seinen Protest nicht zu behandeln, aufgehoben werden soll.
» Aber warum sollte er das tun, wenn er ja gleich eine Klage auf
» Lizenzerteilung einbringen kann? Das SNSG ist ja dazu legitimiert, eine
» Lizenz zu erteilen, oder irre ich mich etwa?

Aus dem Lizensierungshandbuch:

"Nach Ausschöpfung des verbandsinternen Instanzenzuges kann der LB gegen die Entscheidung des Protestkomitees innerhalb der festgesetzten Frist (7 Kalendertage nach Zustellung des Protestkomitee-Beschlusses) Klage an das Ständige Neutrale Schiedsgericht erheben."


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